Sehr geehrte Bundesministerinnen und Bundesminister!

Wir müssen handeln! Sie müssen handeln! In der Nacht zum 9. September 2020 ist das Flüchtlingslager Moria auf der griechischen und europäischen Insel Lesbos abgebrannt. Moria gibt es nicht mehr. 13.000 obdachlose Menschen sind noch obdachloser, eine Steigerung, die kaum möglich ist. Nach Informationen verschiedener Pressestellen sind keine Menschen zu Schaden gekommen. Kaum vorstellbar scheint dies, bei einem Brand dieses Ausmaßes. Wir sind Künstler*innen und Schriftsteller*innen und fordern die Bundesregierung auf unverzüglich zu handeln, auch wenn keine Einigung der Europäischen Gemeinschaft zu Stande kommt. Moria ist nur eines von vielen Lagern, in denen Menschen unter unmenschlichen Bedingungen festgehalten werden. Die medizinische Versorgung gleicht einer Katastrophe, viele Organisationen, u.a. Ärzte ohne Grenzen, machen seit Monaten auf diesen untragbaren Zustand aufmerksam, gerade auch in Hinblick auf die Verbreitung von CoVid-19. Wir werden nicht aufgeben die Bundesregierung aufzufordern, sofort zu handeln. Mehr als 100 Kommunen in Deutschland haben sich bereiterklärt, Flüchtlinge aufzunehmen. Dies mit dem Argument der Verantwortlichkeit der gesamten Europäischen Union auszuschlagen, ist verantwortungslos und abscheulich, an Zynismus nicht zu überbieten. Wir fordern Sie auf, den Menschen zu helfen und auch in der Europäischen Union einen anderen Ton anzuschlagen. Millionen von Geldern fließen an autokratische Regierungen, während Menschen, für deren Schicksal die ganze Welt verantwortlich ist, im Mittelmeer ertrinken, in Lagern zusammengepfercht werden, ohne Recht auf Bildung und medizinische Versorgung. Helfen Sie diesen Menschen, hören Sie auf, politisch zu taktieren, nehmen Sie Ihre Verantwortung wahr! * * Initiatoren dieser Petition sind:

Julietta-Ruth Fix

Wir reden über Literatur.

Julietta-Ruth Fix

Annette Kühn

Annette Kühn

Blaubeeren und Zimt Design